Tipps für die Fischküche
Totenstarre
Die Totenstarre bei Fischen verliert sich nach ca. 24 Std. Dann schmecken
sie am besten. Daher sollten Fische erst am nächsten Tag zubereitet
werden. Im Kühlschrank hält frischer Fisch etwa 24 Stunden. So kann der
Fisch bis zum Verlust der Totenstarre gut zwischengelagert werden. Man
muss und wird diese kleine Empfehlung aber nicht immer befolgen.
Fisch im Tiefkühler -
Haltbarkeit und mehr
Seefisch sollte stets fangfrisch und küchenfertig eingefroren werden.
Entweder als Filet oder im ganzen. Tiefgekühlt bei Minus 18° hält Seefisch
ca. 4 - 6 Monate. Experimente ergaben aber, das eingefrorener Fisch auch
bis zu einem Jahr noch schmackhaft ist. Allerdings wird das Fleisch dann
faserig.
Magere Fische halten bedeutend länger als fetthaltige. Eine kleine Tabelle
gibt Aufschluss.
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Fettarme |
Lagerdauer bei -18° |
Fettreiche |
Lagerdauer bei -18° |
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Dorsch (Kabeljau) |
ca. 8 Monaten |
Aal |
ca. 4 Monate |
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Schellfisch |
ca. 8 Monaten |
Hering |
ca. 4 Monate |
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Scholle |
ca. 8 Monaten |
Makrele |
ca. 4 Monate |
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Köhler (Seelachs) |
ca. 8 Monaten |
Heilbutt |
ca. 4 Monate |
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Seezunge |
ca. 8 Monaten |
Lachs |
ca. 4 Monate |
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Hornhecht |
ca. 8 Monaten |
Rotbarsch |
ca. 4 Monate |
Als kleiner Tipp: Frische
Päckchen Fisch sollten wenn möglich, nicht auf bereits tiefgekühlte gelegt
werden. Das führt zu Qualitätsverlusten. Besser in ein Vorgefrierfach des
Kühlschrank legen oder andere kälteführende Flächen. Dann die angefrorenen
Päckchen auf die tiefgekühlten legen.
Profitipp: Den vorbehandelten Fisch offen auf einer Platte ca. 2-3 Std. in
das Vorgefrierfach legen. Danach kurz in kaltes Wasser tauchen. Dadurch
bildet sich eine dünne Eisschicht. Diese hält das zarte Fischfleisch
während der Tiefkühlphase saftig. Jetzt den Fisch Portionsweise in Beuteln
verpacken und in den Tiefkühler legen.
Schalen und Krustentiere
wie Muscheln, Krebse, Hummer halten etwa 2 - 3 Monate. Muscheln sollten
abgekocht und aus der Schale genommen werden. Krebse, Hummer und Garnelen
abspülen, roh verpacken und dann gefrieren.
Verpacken
Polyäthylenbeutel, kurz Gefrierbeutel sind zum Verpacken von Fisch
erste und einzige Wahl. Zwei verschiedene Größen (3ltr. und 6ltr.) sind
Optimal. Damit können kleine und große Portionen und Filet- und
Fischgrößen tiefgekühlt werden. Ein Elektroschweißgerät das gleichzeitig
die Luft aus den Beuteln saugt, leistet gute Dienste. Erstens erzeugt Luft
in Gefrierbeuteln evt. Gefrierbrand und zweitens schluckt Luft Platz. Und
gerade Platz in der Tiefkühlbox ist beim Rücktransport der Fische aus
Norwegen wichtig! Wer weiß ob nicht am letzten Tag der Kapitale beißt!?
Auftauen der Fische
Filets und ganze Fische sollten schonend aufgetaut werden, dann
entfalten sie ihre volle Geschmackstärke. Filets z.B. so lange antauen
lassen, bis sich die Portionen leicht voneinander lösen lassen.
Plattfische für die Küche
vorbereiten
Ausnehmen und den Kopf mit einem scharfen Messer oder einer Schere
dicht am Rumpfansatz abschneiden. Die Flossen werden vom Schwanz zum Kopf
hin abgeschnitten. Den Dorn an der flachen Seite am Kopfende entfernen.
Die Hauptblutbahn in der Mitte unter fließendem Wasser ausdrücken und
gründlich ausspülen.
Fische Ausnehmen
Beim Ausnehmen von Fischen bitte unbedingt darauf achten, das nicht
versehentlich die Gallenblase zerstört wird. Wenn das passiert, sollte der
Fisch vernichtet werden, da er dann ungenießbar ist.
Fische Filetieren
Zum Filetieren unbedingt scharfe, spitze Messer verwenden. Am besten
eignen sich Filetiermesser mit langen, schlanken Klingen. Nur so gelingt
das saubere Abtrennen der Filets von den Gräten. Den Fisch auf die Seite
legen und das Filet vom Kopf bis zum Schwanzende abtrennen. Dabei so dicht
als möglich an der Mittelgräte schneiden. Dann den Fisch umdrehen und in
gleicher Weise vom Schwanz zum Kopf filetieren. Danach sollten zwei
saubere Filetstücke überbleiben.
Jetzt wird von den Filets vom
Schwanzende zum Kopf hin die Haut abgeschabt. Nun sind die Filets fertig
zur Weiterverarbeitung in der Küche oder zum Tieffrieren.
Arbeitsfläche für die
Zubereitung
Holzbretter saugen Fischsaft ein. Dadurch trocknen diese aus. Daher
besser Unterlagen aus Teflon, Kunststoff oder Stein nehmen. Ein weiterer
Nachteil der Holzbretter; sie halten lange den Fischgeruch. |