Seekarten
Wer heutzutage Fisch in
unbekannten Gewässern fangen will, kommt um einige Hilfsmittel nicht
herum. Man kann natürlich auch ohne angeln, nur verschwendet man einfach
zuviel kostbare Angelzeit. Gute Angelstellen zu finden ist nicht einfach,
ohne Hilfsmittel fast unmöglich.
Seekarten
Seekarten für Norwegen werden
im Format DIN A0, Maßstab 1:50.000 ausgegeben. Sie dienen aufgrund der
Größe des Kartenmaßstabes und des Formates der Groborientierung und sind
auf Booten eher unhandlich.

©
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Gute Angelstellen wie Kanten,
Berge usw. befinden sich immer dort, wo flache Zonen in tiefere übergehen.
Unter Punkt 1 auf der Ausschnittkarte geht es z.B. von 21m auf umliegend
50, 66, 70m Tiefe. Unter Punkt 2 von 13m auf 34 und 41m. Für Punkt 3 und 5
gilt ähnliches. In diesen Stellen könnte sich das Fischen lohnen. Punkt 4
ist völlig ungeeignet. Zwischen diesen Schären ist es zu flach. Lohnend
könnte aber ein abendliches Fischen auf die Platten vom Boot aus sein!
Plattfische kommen in der Dämmerung dichter unter Land. Wenn der Boden
dann noch überwiegend sandig ist, steigt die Chance. Wracks, Steine und
Hindernisse sind beliebte Stellen der Fische, denn diese lieben Verstecke.
Mit anderen Worten, an solchen Stellen muss mit Fisch gerechnet werden.
Auf guten Seekarten sind alle Untiefen eingezeichnet und mit einem
Seefahrtszeichen beschrieben.
Erklärung der
Tiefenangaben und Bodenbeschaffenheit
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1. Die Zahl 25 gibt die
Wassertiefenlinie wieder.
2. Der gestrichelte Kreis mit der 10 bedeutet: ein Wrack mit der
geringsten Tiefenangabe.
3. Der gestrichelte Kreis mit dem Kreuz und der 8 bedeutet: ein
Hindernis mit geringster Tiefenangabe (hier 8m). |
Punkte mit einem + und
Tiefenangabe (siehe oberes Bild), dabei sind Hindernisse mit geringster
Tiefenangabe. In Punkt 3 der Seekarte ist z.B. die 10+ solch eine Angabe.
Diese markierten Punkte sollten mit einem Boot äußerst vorsichtig
angefahren werden.
Zeichenerklärung
S = Sandboden
SI oder M = Schlammboden
L oder Cy = Lehmboden/Tonboden
Gr oder G = Kiesboden
Sg = grober Kiesboden
St = Steinboden
F oder R = bergig
Sk oder Sh = Muscheln
f = fein
g oder c = grob
240 = Tiefenangabe
Maßstab: 1 : 50.000
2001/2
Beispiel: fS feiner Sand
Seekartenausschnitte

Nur zu Demozwecken. © Andreas Stiehler
Mit Seekartenausschnitten
erhält man im Vergleich zu Seekarten einen detaillierteren Überblick über
das zu beangelnde Revier in Norwegen. Da die Ausschnitte im Format DIN A3
erstellt werden, sind sie sehr handlich und dank der Laminierung
allwettertauglich.
Digitale Seekarten
Kommen in Verbindung mit
Navigationssoftware, Kartenplottern oder GPS-Handys zum Einsatz. Dabei hat
man die Seekarte nicht in der Hand, sondern sieht sie lediglich in
digitalem Format entweder auf dem Display des GPS-Gerätes oder dem Laptop.
Digitale Seekarten haben den großen Vorteil, dass man direkt sieht, wo man
sich auf der Karte befindet.
Es gibt für jede Region der
Erde verschiedene Seekarten, natürlich auch von den unterschiedlichsten
Anbietern. Eine Seekarten-CD die ich getestet habe und euch nicht
vorenthalten möchte, ist BlueNavKit von Magellan. Mit dieser CD stehen
euch insgesamt 191 Seekarten von ganz Europa zur Verfügung. Man benötigt
hier keinen Laptop zum Navigieren, sondern lediglich einen GPS-Empfänger,
auf den man diese Seekarten laden kann - das Hochladen kann man natürlich
schon zu Hause machen, hierfür benötigt man einen PC (es eignen sich z.B.
die Geräte aus der Magellan Meridian-Serie, bis auf das Meridian GPS). Hat
man eine Seekarte auf das Gerät gespielt, kann es schon losgehen. |