Gezielt auf Rotbarsche
Rotbarsche oder auch
Panzerwangen genannt, sind trotz ihres Beliebtheitsgrades unter
Sportfischern, aber auch der Industrie noch wenig erforscht.

Ein schöner Bursche von knapp 1kg. © Andreas
Stiehler
Zu den Rotbarscharten
gehören
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Goldbarsch
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Blaumäulchen
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Tiefenrotbarsch
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Kleiner Rotbarsch
Goldbarsch
Max. Länge um 100cm, Gewicht bis 15kg bei über 60 Jahren Alter, heute
selten über 50cm und 30-40 Jahre, lebt bodennah an Kontinentalabhängen,
über unterseeischen Bänken und Rücken in 100-500 m Tiefe. Der Goldbarsch
ist eigentlich der Vertreter der Rotbarsche, auf den es die Hobbyfischer
abgesehen haben, denn er wird von allen Vertreten der Rotbarscharten am
größten!
Blaumäulchen
Max. Länge ca. 45cm, Gewicht bis 1,5kg, lebt in 200-1000m Tiefe und
ist eher zufälliger Beifang und von wirtschaftlich geringer Bedeutung.
Tiefenrotbarsch
Max. Länge bis ca. 90cm, lebt in 300-1000m Tiefe, seine Biologie
entspricht der des Goldbarsches, er bevorzugt aber größere Wassertiefen.
Kleiner Rotbarsch
Max. Länge 35cm, Gewicht bis ca. 1kg, aber selten größer als 35cm,
lebt in 50-300m Tiefe in Küstennähe. Wird euch vor allem im Fjord in
größeren Tiefen an den Haken gehen.
Bleibt also festzuhalten,
dass wenn euch ein Vertreter der Rotbarsche an den Haken geht, es entweder
der kleine Rotbarsch oder der Goldbarsch ist. Anhand der Lebensweise läßt
sich also schlußfolgern, dass ihr in Küstennähe und im Fjord eher auf den
Kleinen Rotbarsch stoßt, auf offener See dem Goldbarsch, dem großen
Vertreter der Rotbarscharten. Tiefenrotbarsch und Blaumäulchen werden wohl
die absolute Ausnahme bleiben.
Köder
Topköder Nummer eins für
Rotbarsche ist der Gummimacc. Ihr solltet wenigstens zwei der Maccs mit
Fischfetzen wie Makrele, Köhler oder Hering bestücken. Das gilt auch für
den Drilling, bestückt diesen auch mit Fischfetzen.
Auf der Suche nach dem
Rotbarsch
Rotbarsche sind Schwarmfische
und so werden sie euch auch auf dem Echolot angezeigt. Wie eine Weintraube
erscheint der Rotbarschschwarm. Habt ihr so einen Schwarm entdeckt, dann
könnt ihr gemütlich die Kisten füllen, denn Rotbarsche bleiben für längere
Zeit an ihren Standplätzen und wechseln diesen nicht ständig wie
beispielsweise der Köhler. Die untere Grafik zeigt euch ein Beispiel, wie
in etwa euer Echolotdisplay bei einem Rotbarschschwarm aussieht. Wer den
großen Rotbarsch, also den Goldbarsch fangen möchte, sollte in Tiefen von
130 bis teilweise 250m fischen. Es ist sehr anstrengend, aber lohnt
allemal, denn der Rotbarsch zählt zu den besten Speisefischen überhaupt!

Vorsicht beim Umgang mit
Rotbarschen
Rotbarsche haben scharfe
Stacheln, die sich in die Haut bohren können und starke Entzündungen
verursachen. Aber auch durch langes Hantieren kann sich die Haut aufrauen
und die Giftstoffe, die auch auf der Fischhaut zu finden sind, können die
Haut empfindlich machen oder reizen. Sollte es euch trotz aller Vorsicht
erwischt haben, dann hat Reinhold Muck einen tolle Tipp für euch:
Es gibt ein einfaches "Gegengift", das man beim Umgang mit den Fischen
sozusagen am Mann hat - die klare Augenflüssigkeit der Rotbarsche!
Reinhold hat es getestet und kann seine positive Wirkung bestätigen. |