Naturköderangeln
Einführung
Unter Naturköderangeln versteht man, wie der Name schon sagt, das Angeln
mit Naturködern, wie beispielsweise Fischen (ganze oder Fischfetzen),
Würmern, Muscheln und Krabben.

Ein
Köder-Favorit für den beliebten Seewolf ist die
Muschelwurst. © Andreas Stiehler
Auch ein beliebter Zielfisch beim Naturköderfischen: der Rotbarsch. Hier
werden kleine Haken mit Fischfetzen bestückt. Dazu mehr im
Rotbarsch-Special.
Ein neueres Beispiel für einen Köder ist der 'Giant-Jig Head' von
Seawaver, dem absoluten Topköder auf Heilbutt. Wer es nicht
glaubt, der schaue sich die DVD
Heilbuttfieber an.

Giant Jigs
- immer beliebter unter Norwegen-Anglern. © Seawaver
Nun zum Angeln an sich, man unterscheidet beim Naturköderfischen zwei
Varianten, das leichte und das schwere Fischen.
Leichtes Naturköderangeln
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bis in Tiefen von 150m Tiefe
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nachgestellt werden Leng, Lumb, Dickdorsch, Steinbeisser, Schellfisch
Schweres Naturköderangeln
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bis in Tiefen von 250m, beim extremen Fischen 300m und mehr
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nachgestellt werden Großleng, Heilbutt, Blauleng, große Lumbs
Beachte
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Blei je nach Drift und Tiefe wählen (Palette zwischen 300-700g, bei
extremen Fischen ab 250m bis 1000g)
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Wahl des richtigen Gerätes (30-50lbs Bootsrute und gute Multirolle mit
hoher Schnurfassung)
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Kleinteile von bester Qualität
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Kontrolle von Knoten und Schnüren
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Vorfächer mit Leuchtschlauch und Perlen bestücken, um den Reiz zu erhöhen
Praxis
Laßt eure Montage mit dem Blei, was ihr zur Sicherheit an einer dünneren
monofilen Schnur befestigt in die Tiefen des Nordmeeres. Nun kommt es auf
die Köderführung an. Mit sanften Bewegungen wird die Montage auf und ab
bewegt. Haltet aber immer Kontakt zum Grund. Die Bootsdrift sorgt dafür,
dass ihr den Meeresboden mit eurem Blei "abklopft". Irgendwo wird sich
schon ein hungriger Bursche finden, dann heißt es Ruhe bewahren und den
Anschlag richtig setzen. Benutzt ihr Circle Hooks, ist kein Anhieb nötig!
Gebt nicht nach, sonst schlitzt euch der Kamerad aus! Ist wirklich mal ein
Brocken am Haken, dann sollten die anderen Angelfreunde ihre Montagen
einholen und sich auf das Landen des Fisches vorbereiten.
Ganz wichtig beim Drill: Immer Spannung halten - niemals nachgeben - auch
wenn die Arme schmerzen!
Wo fange ich was?
Sandige, seicht abfallende Stellen ab 30m bevorzugt der König vieler
Norgeangler - der Heilbutt. Auf steinigem Untergrund Leng und Steinbeißer,
wird der Boden weicher Lumb.
Welches Gerät ist nötig?
Leichtes Naturköderangeln
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Rute 2,10-2,70m Länge bei einem Wurfgewicht von 20-30lbs
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Multirolle mit mindestens 500m einer 0,30mm geflochtenen Schnur
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Bleie von 300-500g
Schweres Naturköderangeln
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Rute 1,70-2,10m Länge bei einem Wurfgewicht von 30-50lbs, am besten einteilig
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Multirolle mit mindestens 700m einer 0,35mm geflochtenen Schnur
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Bleie von 400-700g, in Tiefen ab 250m bis 1000g
Nachfolgend ein paar spezielle Geräteempfehlungen
Leichtes Naturköderangeln
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Ruten: Penn Prion Inliner 30lbs, Penn Oceanic Boat 20lbs, Penn Millenium
Boat 20/30lbs
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Rollen: Penn GTI 330 & 340, Penn 209 & 309M, ABU 10000CL, Penn 49L

Penn
Inline. © WFT Deutschland
Schweres Naturköderangeln
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Rute: Penn Never Crack Formula Stand Up 30-50lbs, Penn Oceanic Boat 50lbs,
Penn Millenium Boat 50lbs, Penn Millenium Stand Up 50lbs
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Rollen: Penn International 12 LT, Penn 49L, Penn Special Senator 113H &
114H, Shimano TLD-20II, Penn Formula S-1 Gang & S-2 Gang, Penn Senator 113
& 114

Penn
Oceanic. © WFT Deutschland

Penn International-Rolle. © WFT Deutschland
Alle Gerätevorschläge dienen nur als Anhaltspunkt, Abweichungen davon sind
möglich.
Schnurführung oder nicht?
Vor dem Kauf einer Multirolle steht manch einer vor der entscheidenden
Frage:

Schnurführung, beim schweren Naturköderfischen eher ungeeignet. ©
Andreas Stiehler
"Ob ich auch ohne Schnurführung auskomme?" Ich persönlich vertrete
die Ansicht, dass eine Schnurführung eine Schwachstelle ist. Deshalb rate
speziell für das schwere Naturköderangeln eine Multirolle ohne zu kaufen.
Es kann nämlich passieren, dass bei einer starken Flucht eines Fisches die
Schnurführung einfach nicht mehr nachkommt und das ganze System blockiert.
Zudem läuft die Schnur ohne entsprechende Führungshilfe leichter ab und
das Verlegen der Schnur mit dem Daumen lernt man rasch, also keine Angst -
versucht es.
Trend: Großleng
Sehr oft liest man in den vergangenen Jahren
von dicken Lengs aus den Tiefen des Nordmeeres. Dass diese kapitalen
Fische von teilweise 70Pfund(!) nicht normal sind, dürfte klar sein. Wer
auch einmal in den Genuss eines Drills solch Kapitaler kommen möchte, dem
empfehle ich eine Guidingtour. Die Kosten sind zwar nicht ganz billig,
aber die Chancen auf Erfolg sind hier recht groß. Die Guides kennen
einfach die Stellen und haben die passenden Montagen.

Uwe Bertram (links), ein bekannter Guide und
Experte für Großleng. © Andrees Angelreisen
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