Filier- und Schlachtmesser
Die richtigen Messer sind
genauso wichtig wie das Angelgerät. Von daher solltet ihr ihnen auch den
gleich hohen Stellenwert geben. Wer seinen Fisch anständig versorgen
möchte, der benötigt für die reine Fischverwertung zwei Messer (Filier-
und Schlachtmesser). Ich möchte euch hier die herkömmlichen Utensilien
vorstellen.
Das Filiermesser
 ©
Marttiini
Um aus dem Fisch die Filets
schneiden zu können, benötigt ihr ein Filiermesser. Dabei solltet ihr
darauf achten, dass es eine möglichst lange und schlanke Klinge besitzt.
Seht von Billigprodukten ab, da die Klingen nach kurzem Einsatz und
Kontakt mit Meerwasser einfach kaputt gehen. Bewährt haben sich die Messer
der Firma Marttiini. Sie sind nicht ganz billig, aber bei ordentlicher
Pflege auch ein ewiger Begleiter.
Schlachtmesser
Ob für Räucher-, Koch- oder
auch Bratfisch werden Fische geschlachtet und nicht filetiert. Ein
Filiermesser ist hier natürlich fehl am Platze, denn die Gräten und
speziell das Rückgrat wären eine unüberwindbare Hürde oder anders gesagt:
die Klinge würde brechen und das schöne Filiermesser wäre im Eimer, mal
ganz zu schweigen von den bösen Verletzungen, die man sich dabei
einhandeln kann.
Hier muß nun ein starkes
Schlachtmesser ran, was auch mit den dicksten Brocken fertig wird. Achtet
bei der Wahl eures Schlachtmesser auf eine rutschfeste Klinge (gilt auch
für alle anderen Messer), um die Kraft möglichst gezielt einzusetzen,
sonst sehen die Fischstücken eher "fleischwolfmäßig" aus.
Allroundmesser
In jeder Angelkiste sollte
ein kleineres stabiles Messer sein. Dieses Messer findet vielfältigen
Einsatz wie beispielsweise beim Schneiden der Fischfetzen für die
Naturködermontagen, beim Abtrennen von Angelschnüren, beim Öffnen von
Plastetüten (besonders bei naßkalten Wetter, wenn die Finger nicht mehr so
wollen eine echte Hilfe) und natürlich noch wichtiger beim Kehlen der
Fische. Es gibt sicher noch weitere Möglichkeiten, denkt also unbedingt an
dieses Messer.
 Zum
Schneiden von Fischfetzen ideal. © Andreas Stiehler
Pflege der Messer
Auch die besten Filier- und
Schlachtmesser müssen gereinigt werden! Pflegt eure Messer nach jeder
Benutzung und ihr habt lange euren Spaß daran. Nach der Fischverwertung
ist eine gründliche Reinigung unter dem Wasserhahn (Süßwasser!) nötig.
Anschließend solltet ihr die Messer gut abtrocknen und wieder in der
Messerscheide verstauen.
Da man auf dem Boot nicht
nach jeder Benutzung das Allroundmesser abspült, sammelt sich nach so
einem Angeltag eine Menge Dreck (Blut, Schuppen...) auf der Klinge und vor
allem am Griff. Die Sonne tut ihr übriges und hilft dabei, dass alles
richtig schön antrocknet. Wenn ihr mit dem Messer auch Fischfetzen für
eure Naturködermontagen schneidet, solltet ihr davon absehen es am Abend
mit Spülmittel zu waschen (wegen dem Geruch). Das mag übertrieben klingen,
aber die Wahrnehmung solcher Fremdgerüche bei den Fischen ist für deren
Fang nicht sonderlich von Vorteil. Spült also auch euer Allroundmesser nur
mit Süßwasser ab.
Mein Tipp daher: Nach dem
Versorgen der Fische alle Messer in einem Eimer sammeln und abspülen. Die
Schuppen könnt ihr mit einer Bürste abscheuern.
Schärfen der Messer
Ein Messer muß scharf sein
und dies gilt besonders für Filiermesser! "Läuft ja wie durch Butter!"
Dann ist das Messer scharf genug, ansonsten gilt es, regelmäßig
nachzuschärfen. Beim Allroundmesser ist es ausreichend, wenn ihr es nach
Bedarf alle paar Tage schärft. |