Hitra
Die rund 700 km² große
Insel bietet jedem Angler hervorragende Angelmöglichkeiten. Nicht nur auf
dem Meer haben Angler ihren Spaß. Auch zahlreiche Flüsse und Binnenseen
bieten die Möglichkeit zum Fischen. Natur pur - um Hitra kurz zu
beschreiben. Eine einmalige Landschaft lässt Urlaubern den Alltagsstreß
schnell vergessen. Hitra ist bekannt für seine Lage, da hier enorme
Wassermassen durch die Fjorde strömen und mit ihnen eine Menge Krill
(tierisches Plankton). Das enorme Nahrungsangebot hat zur Folge, dass sich
viele kleinere Fische vom Krill ernähren. Und wo kleine Fische sind, da
sind auch große, wie im richtigen Leben. Und wo ein großer ist, ist
bestimmt ein noch größerer (ihr kennt doch sicher die Sprüche: "Ach hast
nur den Babydorsch gefangen, ich fang den Vater." "Und ich den
Großvater!")
Zahlreiche Fischarten tummeln sich hier, so z.B. Heilbutt,
Köhler, Dorsch, Leng, Lumb, Schellfisch, Rotbarsch, Makrele, Hering,
Wittling, Pollack, Dornhai, Eishai, Scholle, Glattbutt, Steinbutt, Flunder
und Seehase, um nur ein paar zu nennen. Nicht nur zahlreiche Fischarten
können euch an den Haken gehen, sondern hier ist auch der Traumfisch
möglich! Also nix Babydorsch - sondern Großvater! Die letzten
Dorschfestivals haben gezeigt was möglich ist. Jeder kommt in den
F ischgründen um Hitra auf seinen Geschmack. Sei es beim Pilken auf Dorsch,
Köhler... oder beim Naturköderangeln auf Heilbutt, Leng & Co. Einfach
probieren! Die Abwechslung der Angeltechniken bringt Abwechslung im Boot
und auf dem Fischteller. Oder wie wäre es mit einer leichten Rute zum
Spinnfischen vom Ufer aus? Wer keine Lust auf angeln hat (gibt es sowas?),
der geniesst d ie Landschaft und beobachtet seine Kollegen beim Pumpen der
Fische (spätestens dann packt ihn das Jagdfieber wieder).
Allen Norgereisenden
die im Sommer nach Hitra fahren, rate ich einen Spaziergang durch einen
der zahlreichen Wälder zu machen. Bitte vergesst dabei nicht den Korb für
die Pilze und Beeren! Eine unvergleichlich schöne Landschaft erwartet
euch. Vielleicht begegnet ihr ja einem Elch?
Eher Rotwild, denn das
Rotwildvorkommen auf Hitra ist enorm hoch. Was empfehle ich euch noch für
den Sommer: wie auch im Winter warme, wasser- und winddichte Kleidung.
Auch im Sommer kann es auf Hitra kalt werden!
Wie bereits erwähnt,
ist auf Hitra so ziemlich alles möglich, was man sich angeltechnisch
vorstellen kann. Wer nach Hitra fährt, der wird sicher nicht unbe dingt
einen Binnensee aufsuchen, wobei ich davon keinesfalls abrate! Bei
stürmischen Tagen ist ein Besuch eines solchen Sees einen Versuch wert.
Aber aufgepaßt, vorher informieren! Erkundigt euch nach dem Eigner oder
Pächter und holt Erlaubnis ein. Interessant ist auch ein Abstecher zu
einem Lachsfluß. Auch hier gilt: Erkundigen und Infos einholen. Zudem
kosten die Erlaubnisscheine für Lachsflüsse in der Regel "ein paar" Euro.
Nach meiner letzen Info gibt es auf Hitra nur noch 2 Lachsflüsse, die
befischt werden können (beide in Privatbesitz). Wer hierzu Näheres weiß,
bitte mitteilen.
Zum Thema Wind. Es kann vorkommen, dass ihr bei zu
starkem Wind absolut keine Chance habt rauszufahren. Bleibt lieber drin -
Sicherheit geht nun mal vor. Vom Ufer habt ihr aber trotzdem einige
Möglichkeiten. Ob Platten, Pollack oder Köhler, es wird euch so einiges an
den Haken gehen. Oft sind die Fjorde aber so geschü tzt, dass ihr ohne
Probleme fischen könnt. Nur die offene See bleibt tabu. Der Weg zu den
Fischen geht vorbei an einer abwechslungsreichen Küste: Schroffe
Felsabschnitte, Mooslandschaft Misch- und Nadelwälder lassen uns Angler
den Fisch für kurze Zeit vergessen. Da wir gerade bei Felsen sind. Wer
sich nach diesen orientiert, sollte ganz genau aufpassen! Das gilt nicht
nur für Hitra. Oft gleichen sich Felsen und Fjordeinfahrten, so dass man
nicht immer da lang fährt, wo man eigentlich wollte. Man verfährt sich
schneller als man denkt. Abhilfe schafft da ein GPS und als Sicherheit ein
Ko mpaß sowie eine Seekarte.
Reviere gibt es um
Hitra genug. Viele kleinere Inseln bieten die Möglichkeit zum Fischen.
Einige bekannten die zu nennen wären sind beispielsweise Ulvøya,
Fjellværøya, Dolmøya, Helgebostadøya, Burøya und natürlich die große
Nachbarinsel Frøya. Bei gutem Wetter empfehle ich euch auf alle Fälle die
Dor schwiesen um Uløya. Wer natürlich am anderen Ende der Insel sein
Quartier bezogen hat, der fischt in seinem Revier. Angelplätze gibt es
genug, man muß sie nur finden! Dazu helfen Kenntnisse über den bevorzugten
Lebensraum seiner Zielfische (wobei man sich kaum spezialisieren kann,
denn es gibt so viele Überraschungen am Haken) und ein Echolot. Wer auf
Lumb, Leng und Steinbeisser scharf ist, der sollte sich abfallende Kanten
von 50 auf 100 m suchen. Besonders geeignet ist dabei ein steiniger
Untergrund. Wer auf Heilbutt fischen möchte, der suche sich sandige
Stellen zwischen 30 und 60 m. Man muß für Heilbutt nich t unbedingt bei 400
m angeln. In den Sommermonaten halten sich viele große Räuber in Ufernähe
auf, so ist es möglich, auch mal einen Kapitalen bei 10 oder 20 m zu
erwischen. Allen Naturköderangelfreaks empfehle ich einen Besuch vor Titran (Frøya). Viele Löcher und Kanten teilweise bis 250 m bieten gute
Voraussetzungen, um hier einen Kapitalen zu erwischen. So mancher Brocken
wurde hier gelandet.
Hier nur kurz, was ihr
so ungefähr auf Hitra an Angelgerät dabei haben solltet:
Bootsrute 30 lbs ca. 2,1 m - Pilkrute 200 g WG - Pilkrute 60 - 100 g WG -
Multirolle für Naturköderfischen mit 30er geflochten ca. 500 m - 2
Stationärrollen mit 15er und 25er geflochten (anstelle der Stationärrollen
können natürlich auch Multirollen zum Einsatz kommen) - Gaff - Pilker /
Bleie - Vorfächer - Kleinteile (Wirbel, Haken usw.) Diese Daten sind nur
Anhaltspunkte und keine verbindliche Aussage. Sicher fehlen hier noch eine
ganze Reihe Gerätschaften und "Geheimwaffen".
Wer zum ersten mal
nach Hitra fährt, der wird das erste Staunen bereits am "Eingang"
bekommen. Die Pforte zum Angelparadies eröffnet sich durch den
zweitlängsten Unterwassertunnel der Welt (264 Meter unter dem Meer und 5,7
km lang). Nach einer scheinbar endlosen Fahrt durch den Tu nnel wird man
schnell in die Realität zurückgeholt. An der Moutstelle wird man mit den
Worten begrüßt:"Wieviel Personen?" Tja, der Bau des Tunnels kam nunmal
Geld und da die Norweger die Gelder nicht über die Steuern eintreiben,
dann halt so. Wer Informationen zum Tunnel und dessen Entstehung sucht,
dem empfehle ich
diese Seite.
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