Haken und Drillinge
Hakensortiment
Wer auf Zielfisch z.B.
Dorsch, Seeteufel, Heilbutt, Katfisch, Köhler und Leng aus ist, sollte
große Haken zwischen 5/0 - 12/0 verwenden. Ein gutes Mittelmaß wäre Größe
7/0. Sowohl für Einzelhaken und auch Drillinge. Wer schon mal in das Maul
eines Dorsch geschaut hat!? Da geht richtig was rein. Daher eignen sich
die kleinen, bekannten Ostseedrillinge überhaupt nicht für das Norwegische
Meer. Höchstens für die kleinen Dorsche oder für das Uferangeln! Weiterer
Vorteil großer Haken: Die Fische schlucken diese nicht so tief. Wer also
viele Fehlbisse hat, sollte unbedingt seine Hakengröße überdenken. Meist
sind dann die Hakengrößen zu klein gewählt.
Leider gibt es für
Hakengrößen kein einheitliches Maßsystem. Jeder Hersteller kocht sein
eigenes Süppchen. Ein Tipp: Schaut euch in einem Norwegischen
Angelgeschäft die dortigen Hakengrößen an. Man wird überrascht sein, mit
was unsere Gastgeber denn so "Haken". Für das Spinnfischen, leichte Pilken
oder Naturköderangeln sollten aber auch kleinere Haken dabei sein.
Fazit
Wer gerne unterschiedliche
Angelarten von "zart bis hart" in Norwegen ausüben möchte, sollte eine gut
sortierte Hakenpalette mitnehmen.
Das Haken stets scharf sein
sollten, ist eigentlich selbstverständlich. Leider werden solche kleinen
Details oft 'übersehen'. Beim Pilken haken sich die Fische selber, weil
sie nicht genügend Zeit haben, wählerisch zu sein. Beim Naturköderangeln
haben sie mehr Zeit, den Köder zu inspizieren. Aber auch hierbei werden
sich die meisten Fische selber haken. Ein Wetzstein gehört also
normalerweise zur Angelausrüstung. Ansonsten ist der verlorene Kapitale
durch stumpfen Haken eure eigene Schuld.
Circle Hooks
 Zum
Vergleich ein 12/0 Circle-Hook und ein Kugelschreiber. © Andreas
Stiehler
Für das Naturköderangeln
empfehlen sich sogenannte "Circle Hooks" oder auch Kreishaken genannt.
Diese haben den Vorteil, dass sich der Fisch aufgrund der Hakenform selber
hakt und man keinen Anhieb wie bei herkömmlichen Haken setzen braucht.
Packt der Fisch den Haken mit Köder, genügt es einen Widerstand
entgegenzusetzen. Der Haken greift nun nicht im Schlund, sondern gleitet
zum Kieferknochen und hakt sich im Mundwinkel fest.
Wer mit Watt- oder
Seeringelwürmer fischt, sollte langschenklige Haken wählen. Butthaken
beispielsweise eignen sich dafür äußerst gut. Die zwei Widerhaken am
Schaft verhindern ein Abrutschen der Würmer vom Haken. Am besten für das
Meeresangeln eignen sich Öhrhaken. Diese lassen sich am einfachsten an die
Schnur binden und halten sehr gut. Es gibt viele verschiedene Formen und
Arten von Haken. Jede hat "ihr" spezielles Einsatzgebiet auf eine
Zielfischart. Wer sich nicht damit auskennt, sollte eine Beratung durch
Fachleute nicht scheuen. Ansonsten lässt sich mit jedem Haken auch Fisch
fangen.
 links:
Drillinge, rechts: Naturköderhaken. © Andreas Stiehler
Für alle Meeresangelgeräte
gilt der Grundsatz: "Rostfrei"! So auch für die Haken. Oder doch nicht!?
Betrachtet man es einmal nüchtern, dann hat ein verlorener Fisch mit
abgerissener Montage und Haken im Maul kaum eine Überlebenschance. Wählt
man einfache, rostende Haken (gute Qualität!) werden diese dank der
Korrosion hoffentlich nach einigen Tagen ausfallen. Ein rostfreier Haken
hält wesentlich länger, ist dafür aber auch teurer. Andererseits kann man
die rostenden Haken nach dem Angelurlaub entsorgen und zum nächsten Urlaub
neue kaufen. Das muss aber jeder für sich entscheiden, aus welcher
Perspektive man es betrachtet.
Wer auf rostfrei schwört;
auch hier gilt die alte Regel, die beste Qualität ist gerade gut genug.
Billige Haken und Drillinge verbiegen leicht. Wäre doch schade, wenn der
10 Pfd. Dorsch verloren geht, nur weil der Haken aufgebogen ist! Bevor
also zum vermeintlich günstigen Angebot gegriffen wird, unbedingt das
Material überprüfen. Merke: Teures muss nicht unbedingt qualitativ besser
sein. In der Regel ist es das aber. |